PTFE - Polytetrafluorethylen

PTFE ist ein fluorierter Kunststoff. PTFE verfügt über eine Vielzahl positiver ­Eigenschaften, die in der Dichtungstechnik unentbehrlich geworden sind. Er zeichnet sich aus durch seine fast uni­verselle Chemikalienbeständigkeit, den breiten Temperatureinsatzbereich von -100°C bis +250°C, einen äußerst ­geringen Reibungswert und daraus resultierende sehr gute Gleiteigenschaften, kein Stick-Slip-Effekt, besondere Steifigkeit und die nahezu unbegrenzte Ozon-, Witterungs- und Alterungsbeständigkeit. Fast alle bekannten Hydraulikmedien, Schmierstoffe, Chemikalien und Löse­mittel können dem PTFE nichts anhaben.

Nur elementares Fluor und Alkalimetalle greifen es bei hohen Temperaturen und Drücken an. Reines PTFE enthält keine extrahierbaren Stoffe, die auswandern und sich auf angrenzende Materialien ungünstig auswirken könnten. Es ist daher physiologisch unbedenklich und auch für Lebensmittel, pharmazeutische und medizinische Einsatzbereiche besonders geeignet. PTFE ist nicht entflammbar und stellt damit im Brandfall keine zusätzliche Gefahr da.

PTFE ist nicht oder nur wenig elastisch. Deshalb werden PTFE-Dichtelemente durch elastische Vorspannelemente in Form von O-Ringen oder Edelstahlfedern aktiviert. Aber auch PTFE hat gewisse Nachteile wie z.B. die Neigung zum Kaltfluss oder Kriechen des reinen PTFE’s unter Druckbelastung. Diese Schwächen werden jedoch bei den Dichtungscom­pounds durch die Beimengung von Füllstoffen ausgeglichen. Füllstoffe, z.B. Bronze gefüllte Compounds verleihen dem PTFE die Fähigkeit, sich den meisten Einsatzbedingungen anzupassen.